GlobalLokal

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00:00:03: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge Global Lokal, dem Podcast des eine Weltlandesnetzwerkes MV.

00:00:11: Mein Name ist Kalkke und heute spreche ich mit Madeleine Poher.

00:00:15: Verstehen, erfahren weitergeben!

00:00:18: Diese Energie zum lebenslangen Lernen treibt Madelein Poher zertifizierte Referenten für Bildung für nachhaltige Entwicklung – kurz BNE – an und begleitet sie in ihrer Arbeit unter anderem mit dem Schwerpunkt geschlechtergerechtigkeit.

00:00:33: Nachdem wir viele Berichte von Menschen aus anderen Ländern gehört haben, die über die Auswirkungen der Klimakrise in ihren Herkunftsländern gesprochen haben, werfen wir in den nächsten Folgen den Blick auf das was bei uns vor Ort passiert.

00:00:48: Was tun wir in Mecklenburg-Vorpommern, um einen Teil zu mehr Klimagerechtigkeit

00:00:52: beizutragen?

00:00:54: Wie können wir hier im MV Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit miteinander verbinden damit bei Umwelt-, Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen alle mitgenommen werden.

00:01:05: Welche Hebel haben wir selbst in der Hand und was können wir allein oder auch mit anderen Menschen zusammen schaffen?

00:01:11: Madeleine tut in ihrer Arbeit genau das.

00:01:14: Sie vermittelt den Workshops zu BNE und Geschlechtergerechtigkeit, eigene Denkmuster- und Verhaltensweisen zu überprüfen – und gibt Tipps was man bereits im Kleinen tun kann!

00:01:25: Denn sie ist überzeugt, jeder Gedanke jedes Wort, jedes Engagement entfaltet seine

00:01:30: Wirkung.".

00:01:31: Matt Lehn zeigt auf, welche Strukturen positive Veränderungen verhindern und thematisiert dabei die Schieflage der Geschlechter.

00:01:39: Denn diejenigen, die häufig die Entscheidung über Energie, Mobilität, Stadtentwicklung, Konsum und Ernährung treffen, sind oft nicht diejenigen, die unter den Folgen dieser Entscheidung stärker leiden.

00:01:52: Eine Ungleichheit, die auf gesellschaftlich konstruierten Geschlechterrollen passiert.

00:01:57: Sie nennt in diesem Zuge Beispiele warum der Klimawandel besonders Frauen weltweit stärker trifft und woran das liegt.

00:02:05: Warum Plastikreduktion auch ein Thema der Geschlechtergerechtigkeit ist, was die drei erst bedeuten und warum wir Wut-und ökologische Trauer zulasten sollten erfährst du in dieser Folge.

00:02:19: Am Schluss geht es um positive Beispiele hier bei uns vor Ort.

00:02:23: Welche Initiativen und Vereine sind schon in Richtung Zukunft unterwegs?

00:02:28: Und was können wir als Zuhörende tun, um die Welt ein wenig gerechter

00:02:31: zu machen?

00:02:32: Jetzt erstmal viel Spaß beim Hören!

00:02:36: Heute

00:02:36: bin ich wieder im Studio und zwar mit Madeleine Poer.

00:02:40: Und wir haben heute ein sehr wichtiges und sehr interessantes Thema,

00:02:44: das

00:02:44: eigentlich alle interessieren sollte oder?

00:02:47: Ja, das sollte würde ich gar nicht mal sagen.

00:02:49: ist es interessiert?

00:02:50: letztlich wenn man einmal verstanden hat Wenn Mann Frau und Verstanden haben worum es geht Dann kommt das Interesse von ganz allein und die Augen werden wach und die Sinne werden geschärft.

00:03:03: Magst du dich kurz selbst vorstellen

00:03:05: Gerne, ich bin Madeleine Pauert.

00:03:07: Vielen Dank erst nochmal für die Einladung!

00:03:09: Ich werde in Kürze fünfundsechzig und lebe seit rund zehn Jahren hier in Rostock vorher in Berlin und in Havanna meiner zweiten Heimat.

00:03:21: Wir beginnen der neunziger Jahre auf Projekte und eine Arbeit konzentriert die Zusammenhänge von Geschlechtergerechtigkeit, überhaupt die geschlechter Verhältnisse.

00:03:33: Und was denn alles so läuft in allen gesellschaftlichen Bereichen anbelangt?

00:03:49: Okay, ich setz mich mal gedanklich mir selbst gegenüber.

00:03:54: So dass wenn ich jetzt wir sage meine ich jetzt kein plurales Meister hatte sondern sehe uns beide da sitzen und dann würde ich das so machen.

00:04:05: also ich spreche mich direkt an.

00:04:08: du weißt ja dass wir schon sehr früh sehr empfindsam waren Unverständliches oder Ungerechtes um uns herum erlebt haben entweder am eigenen Leib oder im Umfeld.

00:04:23: Und dass es uns schon immer bewegt hat herauszufinden, woran das liegt?

00:04:28: Was macht Erwachsene dazu so zu handeln?

00:04:32: Was bringt sie dazu?

00:04:33: Was passiert in ihren Köpfen, in ihren Herzen?

00:04:36: und dieser Wissensdrang war ganz früh schon da.

00:04:44: Also ich sehe mich zum Beispiel noch bei der Einschulung auf der Schultreppe stehen oben mit der Tüte in der Hand und innerlich habe ich jubiliert, weil ich dachte jetzt lerne es!

00:04:54: Jetzt steht mir das offen.

00:04:56: Ich kann alles lernen wissen erfahren.

00:05:00: Das mache ich seither gucke und lese, habe soweit es geht wie studiert.

00:05:06: Und praktisch aber vor allen Dingen daran gearbeitet zu verstehen und auch meinen Beitrag dazu zu leisten dass Ungerechtigkeiten in allen Bereichen mindestens gesehen werden und idealerweise natürlich auch bewusst gemacht werden um zu Veränderungen anregen und versuche das so spannend wie möglich zu machen und lerne immer weiter weil ich's nicht Kann also nicht diesen Zaubersatz kennen, mit dem alle irgendwie aufwachen und sagen ja natürlich.

00:05:38: Ja jetzt aber so ungefähr würde ich das meinem zehnjährigen Ich erklären.

00:05:44: Diesen Drang nach Wissen kann ich auf jeden Fall sehr gut nachvollziehen.

00:05:48: Und dass es so deine Lebensaufgabe sozusagen sich weiterzubilden und dieses Wissen auch möglichst praktisch unverständlich an andere Menschen weiterzugeben

00:05:58: Ja, und das heißt heute Bildung für nachhaltige Entwicklung.

00:06:01: Daran bin ich zertifiziert Und habe die verschiedensten Fortbildungen Die verschiedenste Veranstaltungen auch besucht die verschiedenksten Diskussionen Mitgemacht um immer noch mehr zu verstehen und immer noch Mehr zu erfahren.

00:06:17: ja und es hört mir auf

00:06:18: Niemals lebenslanges Lernen ist die Grundlage der Bildung für eine erhaltige Entwicklung.

00:06:23: Ja, einer deiner Schwerpunkte ist ja Geschlechtergerechtigkeit und wir im Podcast

00:06:28: beschäftigen

00:06:28: uns sehr mit den Folgen der Klimakrise auch bei uns hier vor Ort aber natürlich auch weltweit.

00:06:35: wie hängt

00:06:35: denn der Klimawandel bzw.

00:06:37: Die Auswirkungen des Klimawandels mit Geschlecht zusammen?

00:06:41: Dieses Thema überhaupt ist nicht nur ein Fokus, sondern dieses Thema ist Fokus geworden.

00:06:50: Weil ich im Laufe des vielen Lesenstudiens, Lernszuhörens und durchdenkens immer mehr Schichten freigelegt habe weil ich ja den Ursachen auf den Grund kommen will.

00:07:03: Und die unterste Schicht tatsächlich wenn wir Alle anderen, erst mal so wirtschaftliche Systeme und philosophische Rangehensweisen bei Seite geschoben haben.

00:07:16: Dann kommen wir am Ende auf eine Grundschieflage ein Ungleichgewicht – und das ist es zwischen den grob statistisch gesagten zwei Geschlechtern.

00:07:28: Die sind nun mal jeweils rund die Hälfte der Erdbevölkerung.

00:07:34: Es wurde je mehr ich das unter diesem Blickwinkel mir angeguckt habe, eben natürlich auch die Ökologie.

00:07:40: Die Klimasituation, desto mehr Feine zum Teil nahezu unsichtbare Verknüpfungen und Verflechtungen sind sichtbar geworden.

00:07:51: Und diese Verflechungen gerade beim Klima in anderen Bereichen gibt es sie natürlich genauso aber letztlich hängen Sie alle miteinander zusammen kommen immer wieder auf diesen Punkt.

00:08:06: Wenn wir sehen, wer bestimmt den Umgang mit Energie, mit Mobilität, mit Stadtentwicklung und mit Konsum, mit Ernährung und und und also in allen gesellschaftlichen Bereichen dann finden wir eine am Ende und das ja zugespitzt nach einigen hundert Jahren kapitalistischem Profitsteigern letztlich handvoll als Bild gesehen von männlich-sozialisierten und offensichtlich mit ganz eigenen Erfahrungen ausgestatteten Wesen, die aber ihre Werte und ihre Ideologien hineinlegen.

00:08:52: Bei Klimaschutz zum Beispiel und genauso bei allen anderen Bereichen geht es ja nicht um Fakten und um Daten, wie man uns immer weiß machen will.

00:09:03: Man tatsächlich an der Stelle.

00:09:05: Sondern es geht um Ideologien und es geht Um Bestand bewahren.

00:09:13: und Bestand Bewahren heißt in dem Fall Geld zu verdienen noch mehr zu steigern, noch mehr Profite zu steigeren.

00:09:22: und an der Stelle muss ich unbedingt mal dieses eine Zitat nur den Einsatz aus kann ich gleich mal spoilern.

00:09:29: Eine Literaturempfehlung nämlich von Christian Stöcker Männer die die Welt verbrennen.

00:09:34: Oh das habe ich schonmal gehört.

00:09:35: Das hab'

00:09:35: ich gesehen im Buchladen

00:09:37: ja.

00:09:37: Ja unbedingt mal mit hineinnehmen um uns den ja dass die Dimension klarzumachen.

00:09:43: Zitat und alle Zahlen sind genauestens belegt bei ihm Die Öl- und Gasbranche hat seit neunzehnhundertsiebzig rund drei Milliarden US-Dollar täglich Gewinn gemacht.

00:09:58: Jeden Tag, sieben Tage die Woche – seit über fünfzig Jahren!

00:10:04: Nun können wir also sicher sein, dass Ihnen dran gelegen ist das was auch so weitergeht.

00:10:09: Also dürfen wir uns nicht wundern wenn wir hartnäckigen Widerstand gegen erneuerbare Energien wahrnehmen und diesen Widerstand eben auch in der Gesetzgebung wiederfinden.

00:10:21: Denn die Logik, die dahinter steht ist eine rein kapitalistische.

00:10:26: Es ist egal was mit der Umwelt passiert es ist egal das mit dem Klima passiert Mit den Menschen, die darunter leiden unter den Veränderungen.

00:10:34: Der Gewinn steht über allem.

00:10:36: Und wenn wir dem Gedanken einfach nochmal weiter nachgehen Das Stichwort sind auch Petromaskulinität zum Beispiel Die Verknüpfung von fossilen Energien und deren Ausbeutung mit den Klimaschäden, und mit einer bestimmten Form von Maskulinität.

00:10:56: Das ist keine pauschale Verurteilung von Männlichkeit sondern eine toxische Masculinität die ihr Verständnis davon das Natur ausbeutbar ist und unterworfen beherrscht werden muss und kontrolliert werden muss dass wir das Recht als Menschen Dazu haben sollen, verknüpft aber auch mit Rassismus und Antifeminismus.

00:11:20: Es geht in der Regel damit einher.

00:11:23: Und wenn du an diesem so eklatanten Beispiel anfängst die Augen und die Sinne zu schärfen dann geht es natürlich weiter in Ernährung gerade aktuell die Sache mit der Zuckersteuer.

00:11:35: auf dem Parteitag der einen Partei gerade kürzlich erst wurde den noch pauschal.

00:11:41: ich glaube sie wurde sogar von Liste der Anträge gestrichen.

00:11:46: überhaupt dieser Antrag und jetzt wird sie aber soll sie doch eingeführt werden, weil es natürlich sinnvoll ist für die Gesundheit.

00:11:53: Aber was für ein Widerstand?

00:11:55: Und du fragst dich und das an so vielen Stellen.

00:11:58: Warte mal einen Augenblick!

00:11:59: Warum ist gegen etwas so logisches, so sinnvolles für die Gesundheits der Menschen, der Erde, der Natur des Klimas?

00:12:06: Warum gibt es da Widerstände?

00:12:07: also wie kann man da widerständisch sein gegen?

00:12:11: Insofern also bei dem Beispiel Klimaschutz genau der Aspekt.

00:12:16: Wir haben es nicht mit Fakten zu tun, die liegen alle auf dem Tisch.

00:12:21: Die Wissenschaftlerinnen weltweit haben seit Jahrzehnten alles deutlich aufgezeigt und wenn da jemand kommt und sagt nö ist glaube ich nicht dann ist das in der Regel ein Mann mit einer ganz bestimmten Ideologie dahinter eine ganz bestimmte Ambition oder Entflechtung.

00:12:41: Hast

00:12:41: du vielleicht konkrete Beispiele, wie sich diese Ungerechtigkeit zeigt?

00:12:46: Also wenn ich jetzt zum Beispiel an die Kopf denke dass dort ja auch sehr viele Männer eher vertreten sind und auch wenig Frauen.

00:12:55: Das zeigt vielleicht auch so dieses Ausmaß weil Frauen ja oft stärker betroffen sind von den Folgen des Klimawandels aber weniger beteiligt sind an den Entscheidungen, die das eigentlich verbessern könnten.

00:13:09: Ja Genau, das trifft es ja.

00:13:11: Und ich habe einmal geguckt in der Liste der Podcast-Folgen schon die alle Aspekte jeweils aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchten und da habt ihr die Beispiele gerade wo die sogenannte geschlechtsspezifische Vulnerabilität also die Verletzbarkeit, die Verwundbarkeit vor allem von Frauen aufgezeigt wird.

00:13:34: lasst uns kurz durchspielen an dem Gedanken Es wird immer heißer Du wohnst in einem Land des globalen Südens, du wohnest außerhalb der Stadt.

00:13:43: Der Boden deiner vielleicht landwirtschaftlich-gärtnerischen Anbaufläche wird immer trockener.

00:13:49: Du musst immer weiter laufen um Wasser zu holen auch für dein Haus und deine Wohnung, für deine Familie.

00:13:56: Denn Klammer auf gespoilert sind vor allen Dingen Frauen die sich um Familie und Gemeinwohl kümmern.

00:14:02: Du musst länger laufen um Brennholz zu holen.

00:14:06: Auf dem Weg bist du immer verwundbarer für Überfälle, ja?

00:14:10: Die Frauen sind größeren Gefahren ausgesetzt.

00:14:14: Das ist so ein Bild.

00:14:15: Ein anderes Bild macht es auch auf zum Beispiel die Chemopädrochemische Industrie Was sie an Stoffen freisetzen.

00:14:25: Das Eklatanteste sind ja die sogenannten PFAS, diese ich werde jetzt nicht den chemischen Namen in zwei Kilometer lang sagen.

00:14:32: Aber PFAS guckt einfach mal nach, sind chemische Substanzen, die in der Natur kaum... Ewigkeitschemikalien werden gar nicht oder wirklich nur sehr, sehr langwährig abgebaut.

00:14:50: Verwandeln sich sogar noch die, die es könnten in Stoffe und in Kombinationen, die überhaupt nicht mehr abgebaut werden können?

00:14:58: Die bringen aber Geld!

00:14:59: Und deswegen werden sie weiter... produziert.

00:15:02: und die begleiten uns, achtet mal drauf in eurer Kleidung.

00:15:06: Diese Outdoor-Kleidung gerade sind nämlich diese Wasserabweisenden, Schmutzabweisende

00:15:11: etc.,

00:15:13: Kosmetiker bis hin zu Intimartikeln.

00:15:16: Die vergiften uns, sie vergifften die Umwelt.

00:15:21: Und da gehört das genauso mit rein wenn wir bedenken dass der Großteil weltweiten Hausangestellten, also derjenigen die mit Reinigungsmitteln arbeiten Frauen sind.

00:15:34: Ja?

00:15:34: Die kommen mit... Das soll ja sauber werden mit Chemikalien in Kontakt.

00:15:39: Also bis dahin geht das ganze Jahr und viel weiter noch über den eigenen Erfahrungsforizont hinaus auch.

00:15:46: Das heißt also an so vielen Stellen des täglichen Lebens sind vor allen Dingen Frauen davon betroffen dass in der Regel, in der Überzahl Männer und vielleicht an dieser Stelle nochmal kurz ihr ergänzt bitte die Sternchen dazu.

00:16:00: Also auch diejenigen, die sich entsprechend fühlen das also gerade eben in der Mehrzahl Frauen und Kinder und die von ihnen abhängigen davon betroffen sind was für Entscheidungen von in der mehrzahl kapitalistisch profitorientierten männlichen Wesen getroffen werden.

00:16:18: okay und wir haben ja jetzt sehr den Blick auf die Welt gerichtet.

00:16:23: Aber wie sieht es denn in MV aus?

00:16:26: Also was gibt es schon zu diesem Thema, was passiert vielleicht auch gerade Positives.

00:16:31: In welche Richtung entwickelt sich das hier grade?

00:16:34: Das finde ich ganz wunderbar, was hier gerade in der MV passiert.

00:16:39: Sicherlich auch in anderen Bundesländern aber hier natürlich ganz deutlich sichtbar.

00:16:43: Initiativen ihr habt von im Zusammenhang mit dem Nachhaltigkeitskonzept der Hanses Sale das habe ich auf unserer letzten Folge genau.

00:16:52: Habe ich auch gesehen dass zum Beispiel die Initiative Plastikfreie Stadt mit Kubus

00:16:58: e.V.,

00:16:59: zum Beispiel, ein Projekt von Ihnen das aber auch im Rathaus sichtbar ist also nicht nur so in verborgenen Arbeiten muss.

00:17:08: Das ist zb eine super wichtige Initiative und ich bin sicher die freuen sich über alle die zu ihnen kommen und sie unterstützen dabei und es ausweiten.

00:17:17: Denn normal, weil es gar nicht oft genug gesagt werden kann, wir müssen weg vom Plastik.

00:17:23: Unbedingt weg von Plastika.

00:17:25: Wir haben es vorhin an den PFAS gehabt aber natürlich auch an allen anderen Chemikalien die uns Schritt für Schritt vergiften.

00:17:32: Die Plastiktüten in kleinen Teilchen im Meer sind ein Bundesland am Meer da in die Umwelt mit hineingehen und natürlich am Ende ja auch uns ersticken!

00:17:45: Und damals schnell, weil wir gerade an der Stelle sind.

00:17:47: Was kann man so machen zum Beispiel?

00:17:49: Die Erinnerung an die fünf R's kann man alles nachgucken auch im Netz.

00:17:54: Refuse wäre abnimmt gar nicht erst Plastik mit verpackte Geschichten idealerweise Reduce reduzieren zumindest soweit du kannst Reuse verwende wieder na alles was möglich ist recycle Dann bau das um, mach aus der Tasche ein T-Shirt und einen Hut.

00:18:14: Und was auch immer!

00:18:16: Nicht zuletzt die organischen Abfälle nicht in den Müll mitwerfen hinein sondern in die Brauntonnen oder in deinen Komposthaufen.

00:18:24: also das mal so ein kurzer Spiele an der Stelle.

00:18:27: Was kann ich tun?

00:18:27: Und was eben zu plastikfreie Stadt zum Beispiel gehört Es gibt eine ganze große Reihe von Initiativen, die sich insbesondere auch für die Wassergesundheit sorgen und darum sich kümmern.

00:18:41: Wir haben natürlich den BUND in Mecklenburg-Vorpommern.

00:18:45: Und das ist gerade in der Kombination mit Gender, mit Geschlechtergerechtigkeit noch nicht lange aber schon sehr ein großes Netzwerk.

00:18:54: Die Initiative Frauen und Klimaschutz Mv Gibt es nachzugucken?

00:19:00: Es gibt auch Instagram und Account auf Signal.

00:19:07: Wir haben nicht zuletzt, und da bin ich sehr froh, dass sich da was zu beitragen kann mit die Initiative Zukunftshandeln MV, die eine ganze Reihe von Projekten unter dem Titel MV tut, was ein Landesförderprogramm betreut oder mit initiiert, durchorganisiert... Wir haben ganz viele andere regionale Initiativen noch.

00:19:30: Ich glaube bei Kubus ist noch Meinhafen, Deinhafen zum Beispiel da geht's auch um die Sauberkeit und es gibt eine Meeresmüllbroschüre habe ich gesehen.

00:19:39: und natürlich nicht zuletzt die Initiative zusammen bewegen im V. Die niedrigschwellig einfach zusammenkommen was tun?

00:19:48: vielleicht mal einen Platz aufräumen oder einen Klönschnak, oder organisieren sich zusammenfinden in ganz MV.

00:19:56: Und ganz frisch heute im Morgen habe ich noch den Hinweis gesehen auf eine ... ... wenn ich das richtig in Erinnerung habe, Genossenschaft die EMM Energie für Menschen in Mecklenburg auch ne... Genossenschaftlich organisierte, gemeinschaftliche, gemeinwohl orientierte Möglichkeit eben Energie anders zu denken.

00:20:18: Und das ist sowieso gleich ein Appell daran.

00:20:20: Wechsel deine Gas- und Stromanbieterinnen hinzu denen die Dezentral erzeugt mit eurer erneuerbaren Energiearbeiten.

00:20:30: Da gibt es bereits einige und ich kann nur wärmstens empfehlen – die Energiewerke Schönau zum Beispiel, die auch als Genosstschaft organisiert sind Und ausschließlich mit einer neuen Bahn Energienversorgung bundesweit.

00:20:44: Ja, mit MV tut fast ist auch schon eine Podcastfolge geplant.

00:20:47: Super!

00:20:48: Genau.

00:20:49: ja wir packen euch natürlich alle Infos zu den gerade genannten Vereinen und Initiativen in die Show Notes.

00:20:56: und jetzt zum Abschluss habe ich noch die Frage an dich du hast ja jetzt schon ein paar positive Entwicklungen und Beispiele genannt aber was gibt dir persönlich Kraft und Motivation in dem Bereich weiterzumachen?

00:21:07: Ja, habe ich mir im Vorfeld überlegt was die beiden Hauptmotoren sind und sie sind ziemlich klar.

00:21:13: das eine ist dass die Menschen immer mehr werden.

00:21:17: Und die jungen Menschen nachdrücken und wollen und fragen und tun wollen vor allen Dingen Die sich die Sehnsucht bewahrt haben danach dass es auch anders geht und dass es ein when we will ein gutes Leben für alle geben kann Praktizieren, die das wirklich zusammen tun und etwas gemeinschaftlich dafür tun.

00:21:39: Und das zweite ist aus den Frühzeiten meiner Studien kommt aus der Physik Der Energieerhaltungssatz.

00:21:47: Energie geht nicht verloren.

00:21:48: also jede Anstrengung, jede Initiative jedes Wort jeder Gedanke jedes Engagement regt etwas an dass nicht unbedingt sofort sichtbar ist aber doch auf jeden Fall wirkt Und das ist das, was uns verbindet.

00:22:03: Wir stehen auf den Schultern von ganz vielen engagierten Menschen und können mit deren Kraft sozusagen die Energie wie gesagt, die da weitergegeben wird, können wir selber auch weitermachen.

00:22:14: Und wenn ich darf würde ich ganz kurz noch etwas ergänzen nämlich im Hinblick darauf, was kannst du tun?

00:22:20: Zuhörerinnen zu Hörern!

00:22:22: Ohne dass du sofort irgendwie dich in einen Verein eintragen musst und muss ganz viel Arbeit machen, dann möchte ich unbedingt zu ermutigen.

00:22:31: Erst mal, das fängt ja ganz klein an im eigenen Zimmer den Ärger und die Wut zulassen über das was du siehst Wenn so beiläufig in einem Satz gesagt wird Ja also jährlich sterben.

00:22:43: ja Das war ja gerade mit Timmy oder Hope oder wir.

00:22:46: hoffnung wie er hieß der Buckelwahl.

00:22:48: Ganz kurz aufgeflackert Der Nebensatz, dass jährlich dreihunderttausend Wale der Fiene und Meeresäuger in Schleppnetzen verenden, sterben.

00:23:00: Und ich dachte, was?

00:23:01: Dreihundertausend!

00:23:02: Und wir machen so irgendwie so weiter wie bisher mit den Schleppennetzen und den Fangnetzen.

00:23:07: Also nochmal in Richtung Verantwortung.

00:23:09: also lasst den Ärger zu und die Wut über die Verantwortungslosigkeit und über die Ungerechtigkeit dann Lass auch zu, das was man ökologische Trauer nennt.

00:23:21: Also die Traurigkeit darüber dass unsere Umwelt so behandelt wird und dass sie vor unseren Augen unter unseren Füßen stirbt und wir natürlich deswegen.

00:23:31: Umwelt ist verkehrt ich korrigiere mal an der Stelle in unserem Mitwelt dann sind wir selber ja auch und nehmt die eigenen Wünsche und die Sehnsüchte wahr und nimmt sie ernst.

00:23:43: fühlt euch zuständig Egal was ihr macht, aber nur aus der Haustür tretet und auf den Platz geht.

00:23:49: Und was macht?

00:23:50: Reflektiert die eigenen Denk- und Verhaltensgewohnheiten überprüft sie mal, muss das wirklich alles so sein, ändert sich gegebenenfalls auch mit anderen und auch spielerisch.

00:24:02: Nicht zuletzt – und das natürlich gerade mit dem Blick auf die Geschlechter, die unterschiedlichen Betroffenheiten und Bedürfnisse – setzt euch zusammen mit anderen, vernetzt euch, bündelt die Kräfte, gewinnt Verbündete und engagiert euch in den bestehenden Initiativen.

00:24:18: Ja, das war so ein toller Schlusssatz und da kann ich auf jeden Fall zustimmen.

00:24:22: Weil manchmal bringt es sich nicht nur einzuschließen zu Hause und Nachrichten zu konsumieren sondern man braucht einfach den Austausch mit anderen Leuten.

00:24:30: Man muss irgendwie was Aktives machen.

00:24:32: Man kann nicht nur alles... diese Trauer du hast das so toll gesagt ökologische Trauer das kannte ich auch noch nicht!

00:24:39: Man kann das nicht nur in sich rein fressen sondern man muss irgendwas mit anderen Menschen zusammenmachen.

00:24:45: Dann werden wir stark und dann ändern wir die Welt.

00:24:48: Ja, vielen, vielen Dank, Madeleine für dieses tolle Gespräch!

00:24:51: Oh danke auch!

00:24:53: Und wir hören uns wieder bis dann!

00:24:55: Tschüss!

00:24:57: Das war Global Lokal.

00:24:59: Vielen dank an Madelein und da kann euch fürs Zuhören hier noch ein kurzer Nachtrag Wenn Madeleine von Ideologie spricht, dann versteht sie darunter ein Wertebild das auf den Erhalt eines wachstums- und gewinnorientierten Handelns gerichtet ist und heutzutage oftmals den wissenschaftlichen Daten und Fakten widerspricht.

00:25:22: Im Nachgang zu unserem Gespräch hat mir Madelein noch einen Zitat weitergeleitet dass diesen Gedanken

00:25:28: deutlich macht.

00:25:29: Es stammt aus dem Buch die Klimaschmutz-Lobby, wie Politiker und Wirtschaftslenker die Zukunft unseres Planeten verkaufen von Susanne Götze und Annika Jüris.

00:25:40: Und diese Zitat lautet Die Klimapolitik wird nicht von Fakten beherrscht sondern von Ideologien und Werten Was Wissenschaftler über das drohende Klimakaus herausgefunden haben passt nicht zum Lebensstil und zur Weltanschauung von jenen Politikern und Wirtschaftslänkern über Gesetze entscheiden.

00:26:00: Infos zum Buch findet ihr in den Show-Notes.

00:26:04: Diese Folge ist Teil des Projektes Klimagerechtigkeit global gedacht und lokal verankert.

00:26:09: in MV Habt Ihr Wünsche, welche Projekte & Initiativen wir bei Global Lokal zum Thema Klimagrechtlichkeit vorstellen sollten?

00:26:18: Schreibt uns gerne bei Instagram at eineweltmv Und wir hören uns wieder am achten Juni.

00:26:24: Bis dahin Euch alles Gute!

Über diesen Podcast

Globale Gerechtigkeit – darum geht es in dieser Sendung. Was verstehen wir darunter und wie können wir gemeinsam aus dieser Welt eine Bessere machen? Schon heute und in unserem Alltag. Dazu stellen wir euch Menschen, Ideen, Projekte und Vereine aus unserem Bundesland vor, die sich bereits für Globale Gerechtigkeit und einen fairen Nord-Süd-Austausch engagieren. Darüber hinaus möchte das Eine-Welt-Landesnetzwerk in Mecklenburg-Vorpommern mit dieser Sendung Diskussions- und Denkanstöße geben. Engagiert, kontrovers, klug und mit viel Hoffnung.

von und mit Eine-Welt-Landesnetzwerk Mecklenburg-Vorpommern

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